Corona (COVID-19)
Das Wichtigste auf einen Blick
- Mit Atemwegsbeschwerden drei bis fünf Tage zu Hause bleiben und Kontakte meidenTeilweise belegt
- Ab 75 oder mit Grunderkrankung: jährliche Auffrischimpfung im Spätsommer oder HerbstGut belegt
- Als Risikoperson früh in der Praxis anrufen, damit ein Virusmittel rechtzeitig geprüft wirdGut belegt
- Bei Atemnot, plötzlichen Brustschmerzen oder Bluthusten sofort 112 wählenGut belegt
- Beschwerden, die länger als vier Wochen bleiben, ärztlich abklären lassenTeilweise belegt
Ausführlich, mit Quellen, weiter unten.
Kurz erklärt
Covid-19 ist eine Atemwegsinfektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Heute verläuft sie meist wie eine Erkältung mit Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Fieber und Erschöpfung. Ruhe und bei Bedarf Paracetamol oder Ibuprofen lindern die Beschwerden. Bei Atemnot wähle 112. Gehörst du zu einer Risikogruppe, ruf früh in deiner Praxis an.
Für Menschen mit hohem Risiko gibt es Medikamente, die das Virus hemmen und möglichst früh begonnen werden. Die STIKO empfiehlt eine jährliche Auffrischimpfung im Spätsommer oder Herbst für alle ab 75 und für Risikogruppen, gesunden Jüngeren keine. Für Vitamin D, Vitamin C und Zink fanden Studien bei Covid-19 keinen gesicherten Nutzen.
- Gut belegt4 Aussagen
- Teilweise belegt6 Aussagen
- Traditionell genutzt1 Aussage
- Studien sprechen dagegen1 Aussage
Sichtweisen im Vergleich
Wirkstoffe und Methoden
Häufige Fragen
Wer sollte sich gegen Corona impfen lassen?
- Gut belegt
Die STIKO empfiehlt eine jährliche Auffrischimpfung, am besten im Spätsommer oder frühen Herbst, allen ab 75 Jahren, Menschen ab sechs Monaten mit einer Grunderkrankung, die das Risiko für einen schweren Verlauf erhöht, Bewohnenden von Pflegeeinrichtungen, Beschäftigten in der Pflege und im Gesundheitswesen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko und engen Kontaktpersonen von Menschen, die selbst keinen ausreichenden Schutz aufbauen. Gesunden Kindern und Jugendlichen unter 18 und gesunden Erwachsenen unter 75 empfiehlt sie keine Impfung. Erwachsene müssen keine Basisimmunität mit mehreren Impfungen mehr aufbauen; Kinder von sechs Monaten bis vier Jahren mit einer Empfehlung bekommen bei der ersten Impfung einmalig eine Grundimmunisierung. Schwangeren empfiehlt sie die Impfung nur bei einer Grunderkrankung oder einer Schwangerschaftskomplikation, möglichst ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Zwischen einer Infektion oder der letzten Impfung und der nächsten Dosis sollen möglichst mindestens sechs Monate liegen. Nach gesundheitsinformation.de schützt die Impfung sehr wirksam vor schweren Verläufen. Ob sie für dich infrage kommt, entscheidest du nach ärztlicher Beratung.
Wie lange ist man mit Corona ansteckend?
- Gut belegt
Nach dem RKI bist du schon zwei bis drei Tage vor den ersten Beschwerden ansteckend, am stärksten rund um ihren Beginn und bis etwa vier bis fünf Tage danach. Etwa fünf Tage lang scheidet der Körper vermehrungsfähiges Virus aus, bei schwerem Verlauf oder geschwächter Abwehr deutlich länger. Auch Menschen ohne Beschwerden können das Virus weitergeben. Das RKI rät, mit Atemwegsbeschwerden drei bis fünf Tage zu Hause zu bleiben, bis es dir deutlich besser geht, und Kontakte zu Menschen mit hohem Risiko zu meiden.
Was ist Long Covid und was hilft?
- Teilweise belegt
Bleiben Beschwerden länger als vier Wochen nach der Infektion, spricht man von Long Covid, ab zwölf Wochen von Post Covid. Häufig sind nach gesundheitsinformation.de Erschöpfung, Atemnot, geringere Belastbarkeit, Muskelschwäche, Störungen von Geruch und Geschmack und Konzentrationsprobleme. Nach dem RKI erfüllt ein hoher Anteil der Menschen mit Post Covid nach einem halben Jahr die Kriterien einer ME/CFS. Gesundheitsinformation.de nennt Reha-Angebote, etwa Atemtherapie, Bewegungs- und Krafttraining, Psychotherapie und Ergotherapie; Berufstätige beantragen sie bei der Rentenversicherung, andere bei der Krankenkasse. Lass anhaltende Beschwerden ärztlich abklären.
Wann sollte ich mit Corona zum Arzt?
- Gut belegt
Gehörst du zu einer Risikogruppe, etwa ab 75, mit geschwächter Abwehr oder chronischer Krankheit, ruf früh in deiner Praxis an. Nach dem RKI soll dann früh geprüft werden, ob ein Mittel gegen das Virus infrage kommt. Ärztlichen Rat brauchst du auch, wenn das Fieber fünf Tage oder länger anhält, die Beschwerden schlimmer werden oder du dir um ein Kind Sorgen machst; nachts erreichst du den Bereitschaftsdienst unter 116 117. Bei starker Atemnot, plötzlichen Brustschmerzen oder Bluthusten wähle 112.
Warnzeichen: wann du ärztliche Hilfe brauchst
Ruf sofort den Notruf 112, wenn du das bemerkst:
- Starke Atemnot: Du kannst in Ruhe keine kurzen Sätze mehr sprechen, oder deine Atmung wird plötzlich schlechter
Wähle sofort 112.
- Plötzliche Schmerzen in der Brust oder du hustest Blut
Wähle 112. Fahr nicht selbst.
- Zusammenbruch, Ohnmacht oder zum ersten Mal ein Krampfanfall, oder ein Ausschlag, der unter einem daraufgedrückten Glas nicht verblasst
Wähle sofort 112, auch nachts.
- Bei einem Baby zieht sich der Bauch beim Atmen unter den Rippen ein, oder ein Kind wirkt sehr krank und wird schnell schlechter
Babys und Kinder können sehr schnell krank werden. Wähle 112.
Lass das sofort ärztlich abklären, wenn du das bemerkst:
- Ein Baby unter drei Monaten hat 38 °C Fieber oder mehr, ein Baby zwischen drei und sechs Monaten 39 °C oder mehr
Ruf noch am selben Tag in der Kinderarztpraxis an, nachts beim ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117.
- Das Fieber hält fünf Tage oder länger an, sinkt mit Paracetamol nicht, oder es geht dir nach einigen Tagen wieder deutlich schlechter
Ein schwerer Verlauf kann nach einigen milden Tagen innerhalb von Stunden einsetzen. Lass dich noch am selben Tag untersuchen, nachts über 116 117.
Lass das ärztlich abklären, wenn du das bemerkst:
- Covid-19-Beschwerden, und du bist 75 oder älter, hast eine geschwächte Abwehr, eine chronische Krankheit wie Diabetes oder lebst im Pflegeheim
Ruf früh in deiner Praxis an, auch wenn es dir noch gut geht. Dort wird geprüft, ob ein Mittel gegen das Virus infrage kommt, denn es wird möglichst früh begonnen.
- Mehr als vier Wochen nach der Infektion bist du noch erschöpft, kurzatmig oder kannst dich schlecht konzentrieren, oder solche Beschwerden kommen neu
Das kann Long Covid sein. Lass es ärztlich abklären.
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Quellen
Alle 14 Quellen anzeigen
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- Gebrauchsinformation eines in Deutschland zugelassenen Paracetamol-Präparats (Tabletten mit 500 mg, für Kinder ab 4 Jahren und Erwachsene), Stand September 2025. Patienteninfo-Service (Gebrauchsinformationen der Zulassungsinhaber), 2025SonstigesZur Quelle
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- COVID-19 symptoms and what to do. National Health Service (NHS), England, 2023Behörde / amtliche StelleZur Quelle
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