Arzneistoff
Bisoprolol
Auch bekannt als: Betablocker, Beta-Rezeptorenblocker, Bisoprololfumarat
Kurz erklärt
Bisoprolol ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der Betablocker. Nach der Packungsbeilage wirkt er vor allem am Herzen: Er verlangsamt den Herzschlag und senkt den Sauerstoffbedarf des Herzens. Zugelassen ist er zur Behandlung von Bluthochdruck, von Herzschmerzen bei koronarer Herzkrankheit (Angina pectoris) und von stabiler chronischer Herzschwäche zusätzlich zu anderen Herzmitteln.
Bisoprolol gibt es nur auf ärztliche Verschreibung. Ob du es nimmst, in welcher Menge und wie lange, entscheidet die behandelnde Praxis. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie zählt Betablocker nicht zu den Mitteln der ersten Wahl bei Bluthochdruck; sie kommen dort zum Einsatz, wenn eine Begleiterkrankung wie eine Herzschwäche sie ohnehin nötig macht.
Häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und kalte Hände oder Füße, vor allem zu Beginn. Wichtig ist nach der Beilage: Bisoprolol wird nicht plötzlich abgesetzt. Diese Seite fasst eine Packungsbeilage und eine Fachinformation zusammen und ersetzt nicht die Beilage des eigenen Präparats.
Bisoprolol ist ein Arzneistoff und nur als zugelassenes, verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhältlich, nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Ob es genommen wird, in welcher Menge und wie lange, entscheidet die behandelnde Praxis.
Wofür
Bluthochdruck
- Teilweise belegt
Bisoprolol ist zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie zählt Betablocker nicht zu den Mitteln der ersten Wahl; sie setzt sie ein, wenn eine Begleiterkrankung wie eine Herzschwäche sie ohnehin nötig macht. Daneben empfiehlt sie weniger Salz, regelmäßige Bewegung, Abnehmen bei Übergewicht und Rauchverzicht. Ein Cochrane-Review fand, dass Betablocker als erstes Mittel gegenüber Placebo Herz-Kreislauf-Ereignisse, vor allem Schlaganfälle, verringerten; die Autoren stufen diese Belege als wenig sicher ein. Verschrieben und eingestellt wird Bisoprolol von der Praxis.
Was dagegen spricht
Im Cochrane-Review senkten Betablocker als erstes Mittel die Sterblichkeit nicht gegenüber Placebo und schnitten bei Schlaganfällen schlechter ab als Kalziumkanal-Blocker und Mittel, die das Renin-Angiotensin-System hemmen (Belege mittlerer Sicherheit); die meisten Studien hatten ein hohes Verzerrungsrisiko und untersuchten vor allem Atenolol, kaum Bisoprolol. Nach der Packungsbeilage gehören Müdigkeit, Schwindel und kalte Hände oder Füße zu den häufigen Nebenwirkungen.
Anwendung
Formen und Einnahme
- Filmtabletten in verschiedenen Stärken, etwa 1,25, 2,5, 3,75, 5 und 10 mg Bisoprololfumarat, auf RezeptWerden ärztlich verschrieben. Die verschiedenen Stärken dienen vor allem dazu, die Menge bei Herzschwäche schrittweise zu steigern; darüber entscheidet die Praxis. Die Tablette mit 5 mg hat nach ihrer Beilage eine kreuzförmige Bruchkerbe und kann in vier Teile geteilt werden.
Nach der Packungsbeilage nimmst du Bisoprolol genau so ein, wie es mit der Praxis abgesprochen ist, möglichst morgens nüchtern oder zum Frühstück. Die Tablette wird unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt. Die Behandlung beginnt nach der Beilage mit einer niedrigen Menge, die langsam gesteigert wird; die Praxis richtet sie vor allem nach dem Puls und danach, wie gut sie wirkt.
Hast du eine Einnahme vergessen, nimmst du nicht die doppelte Menge, sondern machst wie verordnet weiter. Die Behandlung ist zeitlich nicht begrenzt und braucht nach der Beilage regelmäßige ärztliche Kontrollen. Unterbrechen oder beenden darfst du sie nur nach Absprache mit der Praxis: Ein plötzliches Absetzen kann nach der Beilage den Zustand verschlechtern, besonders bei koronarer Herzkrankheit, und nach der Fachinformation besteht dann ein Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod. Soll die Behandlung enden, verringert die Praxis die Menge schrittweise.
Vor einer Vollnarkose sagst du dem Narkosearzt, dass du Bisoprolol nimmst. Nach der Beilage wird empfohlen, es während der Operation weiterzunehmen; ob es vorher schrittweise abgesetzt wird, entscheidet die Praxis.
Dosis-Übersicht
| Grundlage | Menge | Einordnung |
|---|---|---|
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 2,5–10 mg pro Tag | Erwachsene mit Bluthochdruck oder Angina pectoris, auf ärztliche Verordnung · Nach der Packungsbeilage beträgt die empfohlene Menge bei Bluthochdruck und bei Angina pectoris 5 mg einmal am Tag. Bei leichtem Bluthochdruck können nach der Beilage 2,5 mg einmal am Tag ausreichen; wirkt die Menge nicht genug, kann sie auf 10 mg einmal am Tag erhöht werden. Über Menge und Anpassung entscheidet die behandelnde Praxis. |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 20 mg pro Tag | Erwachsene mit Bluthochdruck oder Angina pectoris, Höchstmenge, auf ärztliche Verordnung · Die höchste empfohlene Menge bei Bluthochdruck und Angina pectoris beträgt nach der Packungsbeilage 20 mg einmal am Tag; eine Erhöhung über 10 mg ist dort nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt. Bei schwerer Nierenschwäche oder schwerer Leberfunktionsstörung sollen nach Beilage und Fachinformation 10 mg am Tag nicht überschritten werden. |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 1,25–10 mg pro Tag | Erwachsene mit stabiler chronischer Herzschwäche, von der Anfangs- bis zur Höchstmenge, auf ärztliche Verordnung · Bei stabiler chronischer Herzschwäche beginnt die Behandlung nach der Packungsbeilage mit 1,25 mg einmal am Tag und wird, wenn sie gut vertragen wird, in Stufen über 2,5, 3,75, 5 und 7,5 mg gesteigert. Die Höchstmenge von 10 mg einmal am Tag wird frühestens nach zwölf Wochen erreicht und soll nicht überschritten werden. Zu Beginn wird nach der Beilage vier Stunden lang überwacht. Den Stufenplan legt eine in der Behandlung der Herzschwäche erfahrene Praxis fest. |
Keine persönliche Dosisempfehlung. Sprich vorher mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Apotheke, besonders wenn du Medikamente nimmst.
Risiken
Nebenwirkungen
Häufig, bei bis zu einer von zehn Personen, sind nach der Packungsbeilage Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel und Kopfschmerzen, Kälte- oder Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen, niedriger Blutdruck sowie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung. Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen treten vor allem zu Beginn auf und vergehen meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Gelegentlich kommen Schlafstörungen, Depressionen, Schwindel beim Aufstehen, Muskelschwäche oder -krämpfe und Atemprobleme bei Asthma oder chronischer Lungenkrankheit vor; selten Erektionsstörungen, Albträume, Ohnmacht, Hörstörungen, weniger Tränenflüssigkeit und eine Leberentzündung mit Gelbfärbung von Haut oder Augen. Sehr selten kann eine Schuppenflechte auftreten oder sich verschlechtern.
Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen betreffen nach der Beilage das Herz: ein verlangsamter Herzschlag, der bei mehr als einer von zehn Personen auftreten kann, ein langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag und eine Verschlechterung einer Herzschwäche. Fühlst du dich benommen oder schwach oder hast du Atemprobleme, meldest du dich nach der Beilage so bald wie möglich in der Praxis. Bei Schwellungen von Gesicht, Hals, Zunge, Mund oder Rachen oder bei Atembeschwerden suchst du nach der Beilage sofort ärztliche Hilfe auf. Bei Atemnot ist das ein Notfall: Dann rufst du den Notruf 112, wie es die Patientenleitlinie Bluthochdruck für jeden Notfall rät.
Wechselwirkungen
- Kalziumantagonisten vom Typ Verapamil und DiltiazemSchwer
Zusammen wurden nach der Packungsbeilage ein stärkerer Blutdruckabfall, eine verzögerte Reizleitung im Herzen und eine schwächere Pumpkraft beobachtet; besonders Verapamil über die Vene kann einen ausgeprägten Blutdruckabfall und einen AV-Block auslösen. Nach der Fachinformation wird die Kombination nicht empfohlen. Ob sie nötig ist, entscheidet die Praxis.
- Zentral wirkende Blutdruckmittel wie Clonidin, Methyldopa, Moxonidin oder RilmenidinSchwer
Sie können zusammen mit Bisoprolol nach der Packungsbeilage den Herzschlag verlangsamen und die Pumpleistung des Herzens verringern; nach der Fachinformation kann sich eine Herzschwäche verschlechtern, und die Kombination wird nicht empfohlen. Nach dem Absetzen von Clonidin kann der Blutdruck überschießend steigen. Keines der beiden Mittel setzt du nach der Beilage ohne Rücksprache mit der Praxis ab.
- Antiarrhythmika der Klasse I wie Chinidin, Disopyramid, Lidocain, Phenytoin, Flecainid oder PropafenonSchwer
Sie können nach der Packungsbeilage die Reizleitung im Herzen verlängern und die Pumpkraft herabsetzen; nötig ist dann eine strenge Überwachung mit EKG. Nach der Beilage werden sie nur auf ausdrückliche Anweisung der Praxis zusammen mit Bisoprolol genommen; bei Herzschwäche empfiehlt die Fachinformation die Kombination nicht.
- Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ wie Felodipin, Amlodipin oder Nifedipin
Zusammen kann der Blutdruck nach der Packungsbeilage stärker fallen, und bei Herzschwäche kann die Pumpkraft weiter abnehmen. Die Kombination erfolgt nach der Beilage nur mit besonderer Vorsicht.
- Antiarrhythmika der Klasse III wie Amiodaron, Digitalis-Präparate, Parasympathomimetika, Mefloquin und betablockerhaltige Augentropfen gegen grünen Star
Sie können nach der Packungsbeilage zusammen mit Bisoprolol den Herzschlag weiter verlangsamen oder die Reizleitung im Herzen verlängern; Augentropfen mit Betablockern können die Wirkung von Bisoprolol verstärken. Sag der Praxis, wenn du eines davon nimmst.
- Insulin und andere Mittel gegen Diabetes
Ihre Wirkung kann nach der Packungsbeilage verstärkt, verlängert oder abgeschwächt werden. Warnzeichen einer Unterzuckerung, vor allem schneller Puls und Zittern der Hände, können verdeckt oder abgeschwächt sein. Das besprichst du mit der Praxis.
- Schmerz- und Entzündungsmittel (NSAR) wie Acetylsalicylsäure
Sie können nach Packungsbeilage und Fachinformation die blutdrucksenkende Wirkung von Bisoprolol abschwächen. Sag in der Praxis oder Apotheke, dass du Bisoprolol nimmst, bevor du ein Schmerzmittel nimmst.
- Andere Blutdruckmittel, Barbiturate, Phenothiazine, trizyklische Antidepressiva, Narkosemittel und Alkohol
Zusammen kann der Blutdruck nach der Packungsbeilage stärker fallen; bei Narkosemitteln kann der Körper einen Blutdruckabfall schlechter ausgleichen, deshalb erfährt der Narkosearzt von Bisoprolol. Alkohol kann Benommenheit und Schwindel verstärken; leidest du darunter, meidest du ihn nach der Beilage.
- Sympathomimetika wie Adrenalin, Noradrenalin oder Dobutamin, MAO-Hemmer (außer MAO-B-Hemmern), Ergotamin-haltige Migränemittel und Rifampicin
Mit Sympathomimetika kann nach der Packungsbeilage die Wirkung beider Mittel nachlassen und der Blutdruck steigen; bei einer Allergiebehandlung wirkt Adrenalin nicht immer wie erwartet. MAO-Hemmer können den Blutdruck senken, aber auch überschießend steigen lassen, Ergotamin-Abkömmlinge Durchblutungsstörungen verstärken. Rifampicin verkürzt die Wirkdauer von Bisoprolol geringfügig, meist ohne dass die Menge geändert werden muss.
Wer es nicht nehmen sollte
Nach der Packungsbeilage darf Bisoprolol nicht genommen werden bei einer Allergie gegen Bisoprolol oder einen Bestandteil der Tablette, bei akuter oder sich verschlechternder Herzschwäche, die eine Behandlung über die Vene braucht, bei kardiogenem Schock, bei bestimmten Störungen der Reizleitung im Herzen (AV-Block 2. und 3. Grades ohne Schrittmacher, Sick-Sinus-Syndrom, sinuatrialer Block), bei einem Puls unter 50 Schlägen pro Minute vor Behandlungsbeginn, bei stark erniedrigtem Blutdruck (oberer Wert unter 90 mmHg), bei schwerem Asthma oder schwerer COPD, bei schwerer Durchblutungsstörung der Beine im Spätstadium, beim Raynaud-Syndrom, bei einem unbehandelten Phäochromozytom und bei einer Übersäuerung des Blutes. Trifft etwas davon zu oder bist du unsicher, sprichst du vorher mit der Praxis.
Vorher besprochen werden nach der Beilage auch leichteres Asthma oder eine andere Lungenkrankheit, ein Diabetes mit stark schwankendem Blutzucker, weil Zeichen einer Unterzuckerung verdeckt werden können, strenges Fasten, eine Hyposensibilisierung gegen Allergien, eine leichte Störung der Reizleitung im Herzen (AV-Block 1. Grades), eine Prinzmetal-Angina, Durchblutungsstörungen der Arme und Beine, eine Schuppenflechte in der eigenen oder familiären Vorgeschichte und eine Schilddrüsenüberfunktion, deren Zeichen verdeckt werden können. Für Kinder und Jugendliche wird Bisoprolol nach der Beilage nicht empfohlen.
Schwangerschaft und Stillzeit: In der Schwangerschaft soll Bisoprolol nach der Beilage nur nach strenger Abwägung durch die Praxis eingesetzt werden, weil Betablocker die Durchblutung des Mutterkuchens vermindern und die Entwicklung des Kindes beeinträchtigen können; Durchblutung und Wachstum werden dann kontrolliert und das Neugeborene überwacht. Vom Stillen wird nach der Beilage abgeraten. Weil das Reaktionsvermögen leiden kann, besonders zu Beginn, nach einer Erhöhung, bei einem Präparatewechsel und mit Alkohol, fährst du dann nicht Auto und bedienst keine Maschinen. Bei Dopingkontrollen kann Bisoprolol nach der Beilage zu positiven Ergebnissen führen.
Überdosierung
Die häufigsten Zeichen einer Überdosis sind nach der Packungsbeilage ein verlangsamter Herzschlag, ein starker Blutdruckabfall, verkrampfte Atemwege, eine akute Herzschwäche und Unterzuckerung. Bei Verdacht benachrichtigst du nach der Beilage sofort die Praxis. Bei Atemnot oder Bewusstlosigkeit rufst du den Notruf 112, wie es die Patientenleitlinie Bluthochdruck für jeden Notfall rät.
Häufige Fragen
Wofür wird Bisoprolol verschrieben?
- Gut belegt
Für Bluthochdruck, für Herzschmerzen bei koronarer Herzkrankheit (Angina pectoris) und für eine stabile chronische Herzschwäche zusätzlich zu anderen Herzmitteln; das sind nach der Packungsbeilage seine Anwendungsgebiete. Bei Herzschwäche verringerte Bisoprolol in der CIBIS-II-Studie, die die Fachinformation zusammenfasst, bei 2.647 Menschen mit stabiler, deutlich ausgeprägter Herzschwäche die Sterblichkeit gegenüber Placebo von 17,3 auf 11,8 Prozent. Bei Bluthochdruck allein sind Betablocker nach der Nationalen VersorgungsLeitlinie keine Mittel der ersten Wahl. Welche Behandlung zu dir passt, entscheidet die Praxis.
Darf man Bisoprolol einfach absetzen?
- Gut belegt
Nein, nicht plötzlich und nicht eigenmächtig. Nach der Packungsbeilage kann ein abruptes Absetzen den Zustand akut verschlechtern, besonders bei koronarer Herzkrankheit; die Fachinformation nennt dabei ein Risiko für Herzinfarkt und plötzlichen Herztod. Soll die Behandlung enden, verringert die Praxis die Menge schrittweise, etwa durch Halbieren im Wochenabstand. Auch die Patientenleitlinie Bluthochdruck rät, verordnete Blutdruckmittel nicht eigenmächtig wegzulassen. Hast du Beschwerden, sprichst du mit der Praxis.
Macht Bisoprolol müde?
- Gut belegt
Das kann sein. Müdigkeit, Schwächegefühl, Schwindel und Kopfschmerzen sind nach der Packungsbeilage häufige Nebenwirkungen, bei bis zu einer von zehn Personen. Sie treten vor allem zu Beginn auf, sind meist leicht und vergehen in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen. Zu Beginn, nach einer Erhöhung und mit Alkohol kann das Reaktionsvermögen leiden; dann fährst du nach der Beilage nicht Auto. Halten die Beschwerden an, sprichst du mit der Praxis.
Darf man Bisoprolol bei Asthma nehmen?
- Gut belegt
Bei schwerem Asthma oder schwerer COPD nicht; das ist nach der Packungsbeilage eine Gegenanzeige. Bei leichterem Asthma oder einer anderen chronischen Lungenkrankheit entscheidet die Praxis nach sorgfältiger Abwägung, beginnt nach der Fachinformation mit der niedrigsten Menge und behandelt die Atemwege begleitend. Treten unter Bisoprolol neue Atemprobleme, Husten oder Keuchen nach Belastung auf, meldest du das nach der Beilage umgehend der Praxis.
Wie lange wirkt Bisoprolol?
- Gut belegt
Etwa einen Tag. Nach der Fachinformation liegt die Halbwertszeit im Blut bei 10 bis 12 Stunden, was bei einmal täglicher Einnahme eine Wirkung über 24 Stunden ergibt. Deshalb wird Bisoprolol nach der Packungsbeilage einmal am Tag genommen, möglichst morgens. Bei Herzschwäche steigert die Praxis die Menge über mindestens zwölf Wochen in Stufen, bis die Zielmenge erreicht ist.
Nächster Schritt
Bevor du etwas einnimmst: Lass dich beraten, zum Beispiel in deiner Hausarztpraxis oder deiner Apotheke. Bring vorhandene Laborwerte mit, und sag, welche Medikamente du nimmst.
Mehr zu den Themen findest du oben unter Wofür und in der Themenübersicht.
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Quellen
Alle 5 Quellen anzeigen
- Gebrauchsinformation eines in Deutschland zugelassenen, verschreibungspflichtigen Bisoprolol-Präparats (Filmtabletten mit 5 mg Bisoprololfumarat), Stand Februar 2022. 1 A Pharma GmbH, veröffentlicht im PatientenInfo-Service der Rote Liste Service GmbH, 2022SonstigesZur Quelle
- Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie, Version 1.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm), 2023LeitlinieZur Quelle
- Wiysonge CS, Bradley HA, Volmink J, Mayosi BM, Opie LH. Beta-blockers for hypertension.. The Cochrane database of systematic reviews, 2017Systematischer ReviewDOI 10.1002/14651858.cd002003.pub5PubMed 28107561
- Fachinformation (Summary of Product Characteristics) eines in den Niederlanden zugelassenen Bisoprolol-Präparats (Filmtabletten mit 5 und 10 mg), Stand Juli 2021. College ter Beoordeling van Geneesmiddelen (CBG), Geneesmiddeleninformatiebank, Niederlande, 2021Behörde / amtliche StelleZur Quelle
- Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie: Bluthochdruck, Version 1.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm), 2024LeitlinieZur Quelle
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