Arzneistoff
Ramipril
Auch bekannt als: ACE-Hemmer
Kurz erklärt
Ramipril ist ein Arzneistoff aus der Gruppe der ACE-Hemmer. Nach der Packungsbeilage verringert er die Bildung körpereigener Stoffe, die den Blutdruck steigen lassen, entspannt und weitet die Blutgefäße und erleichtert dem Herzen die Arbeit. Zugelassen ist er zur Behandlung von Bluthochdruck, zur Senkung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall, zum Schutz der Nieren bei bestimmten Nierenerkrankungen, bei Herzschwäche und nach einem Herzinfarkt mit Herzschwäche.
Ramipril gibt es nur auf ärztliche Verschreibung. Ob du es nimmst, in welcher Menge und wie lange, entscheidet die behandelnde Praxis. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie zählt die ACE-Hemmer zu den Mitteln der ersten Wahl bei Bluthochdruck.
Häufige Nebenwirkungen sind trockener Reizhusten, Schwindel und Kopfschmerzen. Selten, aber gefährlich ist eine plötzliche Schwellung von Gesicht, Lippen, Zunge oder Rachen. Diese Seite fasst eine Packungsbeilage und eine Fachinformation zusammen und ersetzt nicht die Beilage des eigenen Präparats.
Ramipril ist ein Arzneistoff und nur als zugelassenes, verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhältlich, nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Ob es genommen wird, in welcher Menge und wie lange, entscheidet die behandelnde Praxis.
Wofür
Bluthochdruck
- Gut belegt
Ramipril ist zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen. Die Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie zählt die ACE-Hemmer, zu denen Ramipril gehört, zu den Medikamenten der ersten Wahl; daneben empfiehlt sie weniger Salz, regelmäßige Bewegung, Abnehmen bei Übergewicht und Rauchverzicht. Ein Cochrane-Review fand, dass ACE-Hemmer als erstes Mittel bei Bluthochdruck Todesfälle, Schlaganfälle und Herzerkrankungen gegenüber Placebo verringerten. Verschrieben und eingestellt wird Ramipril von der Praxis.
Was dagegen spricht
Der Cochrane-Review bewertete die Belege für ACE-Hemmer als niedrig bis mäßig sicher und wertete die Gruppe insgesamt aus, nicht Ramipril allein. Nach der Packungsbeilage gehören trockener Reizhusten und Schwindel zu den häufigen Nebenwirkungen. In der Schwangerschaft ist Ramipril nach der 13. Woche auf keinen Fall erlaubt und in den ersten zwölf Wochen nicht empfohlen.
Anwendung
Formen und Einnahme
- Tabletten in verschiedenen Stärken, etwa 1,25, 2,5, 5 und 10 mg Ramipril, auf RezeptWerden ärztlich verschrieben. Die verschiedenen Stärken dienen dazu, die Menge schrittweise einzustellen; darüber entscheidet die Praxis. Die Tablette mit 5 mg hat nach ihrer Beilage eine Bruchkerbe und kann in gleiche Hälften geteilt werden.
Nach der Packungsbeilage nimmst du Ramipril genau so ein, wie es mit der Praxis abgesprochen ist, jeden Tag zur gleichen Tageszeit. Die Tablette wird mit ausreichend Flüssigkeit geschluckt, etwa einem Glas Wasser, und nicht zerstoßen oder zerkaut. Ob du sie zum Essen nimmst oder nicht, spielt nach der Beilage keine Rolle.
Hast du eine Einnahme vergessen, nimmst du die nächste zur gewohnten Zeit und nie die doppelte Menge. Die Praxis beginnt meist mit einer kleinen Menge und steigert sie schrittweise; bei älteren Menschen beginnt sie nach der Beilage niedriger und steigert langsamer. Nach der Fachinformation prüft sie vor und während der Behandlung die Nierenfunktion, dazu je nach Lage Kalium, Natrium und das Blutbild.
Vor einer Operation oder wenn du beim Zahnarzt eine Betäubung bekommen sollst, sagst du, dass du Ramipril nimmst. Nach der Beilage kann es nötig sein, es einen Tag vorher zu unterbrechen; das entscheidet die Praxis. Jede Änderung der Einnahme besprichst du mit der Praxis.
Dosis-Übersicht
| Grundlage | Menge | Einordnung |
|---|---|---|
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 1,25–2,5 mg pro Tag | Erwachsene mit Bluthochdruck zu Beginn der Behandlung, auf ärztliche Verordnung · Nach der Packungsbeilage beträgt die empfohlene Anfangsmenge bei Bluthochdruck 1,25 mg oder 2,5 mg einmal am Tag. Die Praxis passt die Menge an, bis der Blutdruck eingestellt ist; nimmt jemand entwässernde Mittel weiter, beginnt die Behandlung nach der Fachinformation mit 1,25 mg; nach der Packungsbeilage kann die Praxis diese Mittel vorher verringern oder absetzen. Über Menge und Anpassung entscheidet die behandelnde Praxis. |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 10 mg pro Tag | Erwachsene mit Bluthochdruck, Höchstmenge, auf ärztliche Verordnung · Die Höchstmenge bei Bluthochdruck beträgt nach der Packungsbeilage 10 mg einmal am Tag. Bei eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion nennt die Fachinformation niedrigere Höchstmengen; das berücksichtigt die Praxis. |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 2,5–10 mg pro Tag | Erwachsene zur Senkung des Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall, auf ärztliche Verordnung · Nach der Packungsbeilage beginnt die Behandlung mit 2,5 mg einmal am Tag; die Praxis kann die Menge dann erhöhen, empfohlen sind 10 mg einmal am Tag. Über Menge und Anpassung entscheidet die behandelnde Praxis. |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 1,25–10 mg pro Tag | Erwachsene mit Herzschwäche, von der Anfangs- bis zur Höchstmenge, auf ärztliche Verordnung · Nach der Packungsbeilage beträgt die empfohlene Anfangsmenge bei Herzschwäche 1,25 mg einmal am Tag, die Höchstmenge 10 mg am Tag, am besten auf zwei Einnahmen verteilt. Die Praxis steigert die Menge schrittweise. |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 1,25–10 mg pro Tag | Erwachsene nach einem Herzinfarkt mit Herzschwäche, von der Anfangs- bis zur empfohlenen Menge, auf ärztliche Verordnung · Nach der Packungsbeilage beträgt die empfohlene Anfangsmenge nach einem Herzinfarkt 1,25 mg einmal am Tag bis 2,5 mg zweimal am Tag; empfohlen sind dann 10 mg am Tag, am besten auf zwei Einnahmen verteilt. Nach der Fachinformation beginnt die Behandlung frühestens 48 Stunden nach dem Herzinfarkt. Die Praxis steigert die Menge schrittweise. |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 1,25–10 mg pro Tag | Erwachsene mit Nierenfunktionsstörungen, von der Anfangs- bis zur empfohlenen Menge, auf ärztliche Verordnung · Zur Senkung des Risikos oder Verlangsamung von Nierenfunktionsstörungen beginnt die Behandlung nach der Packungsbeilage mit 1,25 mg oder 2,5 mg einmal am Tag; empfohlen sind dann 5 mg oder 10 mg einmal am Tag. Die Praxis passt die Menge an. |
Keine persönliche Dosisempfehlung. Sprich vorher mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Apotheke, besonders wenn du Medikamente nimmst.
Risiken
Nebenwirkungen
Häufig, bei bis zu einer von zehn Personen, sind nach der Packungsbeilage Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel, besonders zu Beginn und nach einer Erhöhung der Menge, zu niedriger Blutdruck oder Ohnmacht, vor allem beim schnellen Aufstehen, trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung oder Bronchitis, Kurzatmigkeit, Magen- oder Darmbeschwerden, Durchfall, Erbrechen, Hautausschlag, Brustschmerzen, Muskelkrämpfe und erhöhte Kaliumwerte im Blut. Der Husten ist nach der Fachinformation typischerweise trocken und anhaltend und vergeht nach dem Ende der Behandlung.
Nach der Beilage brichst du die Einnahme ab und wendest dich sofort an die Praxis bei Schwellungen von Gesicht, Lippen oder Rachen, die das Schlucken oder Atmen erschweren, mit Juckreiz und Ausschlag, und bei schweren Hautreaktionen mit Bläschen oder sich ablösender Haut. Nach der Fachinformation wird Ramipril bei einer solchen Schwellung abgesetzt und sofort eine Notfallbehandlung eingeleitet. Bei Atemnot oder Schluckbeschwerden ist das ein Notfall: Dann rufst du den Notruf 112, wie es die Patientenleitlinie Bluthochdruck für jeden Notfall rät. Umgehend meldest du der Praxis Herzrasen oder Herzklopfen, Kurzatmigkeit oder Husten als mögliche Zeichen einer Lungenerkrankung, ungewöhnliche Blutergüsse, Blutungen, Fieber mit Halsschmerzen und häufige Infekte, starke Bauchschmerzen, die in den Rücken ziehen, und gelbe Haut oder Augen. Schmerzen oder Engegefühl in der Brust meldest du nach der Beilage ebenfalls umgehend, sie nennt dabei auch Herzinfarkt und Schlaganfall. Starke Brustenge, Lähmungen, Seh- oder Sprechstörungen zählt die Patientenleitlinie Bluthochdruck zu den Anzeichen eines Notfalls; dann rufst du sofort den Notruf 112. Gelegentlich kann sich auch der Darm schwellen, mit Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall.
Wechselwirkungen
- Kaliumpräparate, kaliumhaltige Salzersatzmittel, kaliumsparende entwässernde Mittel und andere Mittel, die das Kalium erhöhen (etwa Trimethoprim, Cotrimoxazol, Ciclosporin, Tacrolimus, Heparin)Schwer
Zusammen mit Ramipril kann der Kaliumwert im Blut nach der Fachinformation deutlich steigen. Mit Kaliumpräparaten, Salzersatz, kaliumsparenden Mitteln, Trimethoprim und Cotrimoxazol wird die Kombination dort nicht empfohlen; ist sie nötig, kontrolliert die Praxis das Kalium häufig. Bei Ciclosporin, Tacrolimus und Heparin wird das Kalium überwacht. Sag der Praxis deshalb auch, wenn du Salzersatz verwendest.
- Sacubitril/Valsartan, Racecadotril, Vildagliptin, Sirolimus, Everolimus und TemsirolimusSchwer
Diese Mittel erhöhen nach der Packungsbeilage und der Fachinformation das Risiko einer gefährlichen Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem). Zusammen mit Sacubitril/Valsartan darf Ramipril nicht genommen werden; zwischen beiden liegen nach der Fachinformation mindestens 36 Stunden. Welche Behandlung passt, legt die Praxis fest.
- Sartane und Aliskiren (andere Mittel, die das Renin-Angiotensin-System hemmen)Schwer
Die doppelte Hemmung erhöht nach der Fachinformation das Risiko für zu niedrigen Blutdruck, zu hohes Kalium und eine Verschlechterung der Nierenfunktion bis zum Nierenversagen und wird deshalb nicht empfohlen. Bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion darf Ramipril nicht mit Aliskiren kombiniert werden.
- Schmerz- und Entzündungsmittel (NSAR) wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure
Sie können nach der Packungsbeilage die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril abschwächen und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen; nach der Fachinformation steigt das Risiko, dass sich die Nierenfunktion verschlechtert und das Kalium steigt. Sag der Praxis oder Apotheke, wenn du solche Mittel nimmst.
- Lithium
Ramipril kann nach der Packungsbeilage den Lithiumspiegel im Blut erhöhen. Die Praxis überwacht ihn deshalb sorgfältig.
- Mittel gegen Diabetes einschließlich Insulin
Ramipril kann nach der Packungsbeilage den Blutzucker senken. Während der Behandlung wird der Blutzucker deshalb engmaschig kontrolliert.
- Entwässernde Mittel (Diuretika) wie Furosemid, andere blutdrucksenkende Mittel und weitere Stoffe, die den Blutdruck senken (etwa Nitrate, trizyklische Antidepressiva, Narkosemittel, Baclofen, Alphablocker wie Tamsulosin), auch Alkohol
Zusammen kann der Blutdruck nach der Fachinformation stärker fallen. Alkohol kann unter Ramipril nach der Packungsbeilage Schwindel und Benommenheit verursachen; wie viel Alkohol unbedenklich ist, besprichst du mit der Praxis.
- Mittel gegen niedrigen Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin
Sie können nach der Packungsbeilage und der Fachinformation die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril abschwächen. Die Praxis prüft dann den Blutdruck.
- Allopurinol, Procainamid, Kortison-Präparate wie Prednisolon, Mittel gegen Krebs und Mittel, die das Immunsystem unterdrücken
Zusammen mit Ramipril steigt nach der Packungsbeilage das Risiko von Nebenwirkungen; nach der Fachinformation werden Veränderungen des Blutbilds wahrscheinlicher. Sag der Praxis, wenn du eines davon nimmst.
Wer es nicht nehmen sollte
Nach der Packungsbeilage darf Ramipril nicht genommen werden bei einer Allergie gegen Ramipril, einen anderen ACE-Hemmer oder einen Bestandteil der Tablette, nach einer früheren schweren Schwellung von Haut und Schleimhaut (Angioödem), bei bestimmten Formen der Blutwäsche, bei einer Verengung der Nierenarterien, in den letzten sechs Monaten einer Schwangerschaft, bei ungewöhnlich niedrigem oder schwankendem Blutdruck, zusammen mit Aliskiren bei Diabetes oder eingeschränkter Nierenfunktion und zusammen mit Sacubitril/Valsartan. Trifft etwas davon zu oder bist du unsicher, sprichst du vorher mit der Praxis.
Vorher besprochen werden nach der Beilage auch Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen, ein großer Verlust von Salz oder Flüssigkeit, etwa durch Erbrechen, Durchfall oder starkes Schwitzen, eine geplante Behandlung gegen Bienen- oder Wespengift, ein hoher Kaliumwert, Lupus oder Sklerodermie und die Einnahme von Sartanen oder Aliskiren. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird Ramipril nach der Beilage nicht empfohlen.
Schwangerschaft und Stillzeit: In den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft wird Ramipril nach der Beilage nicht empfohlen, ab der 13. Woche darf es auf keinen Fall genommen werden, weil es das ungeborene Kind schwer schädigen kann. Wirst du unter Ramipril schwanger, sagst du es sofort der Praxis; wer eine Schwangerschaft plant, bespricht vorher einen Wechsel der Behandlung. In der Stillzeit wird Ramipril nach der Beilage nicht angewendet. Weil Schwindel möglich ist, besonders zu Beginn und nach einer Erhöhung, fährst du dann nicht Auto und bedienst keine Maschinen.
Überdosierung
Nach der Fachinformation kann zu viel Ramipril einen starken Blutdruckabfall bis zum Schock, einen langsamen Herzschlag, Störungen der Blutsalze und ein Nierenversagen auslösen. Nach der Packungsbeilage informierst du dann umgehend die Praxis oder suchst die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses auf. Du fährst nicht selbst, sondern lässt dich bringen oder rufst den Notruf 112, und du nimmst die Packung mit.
Häufige Fragen
Wofür wird Ramipril verschrieben?
- Gut belegt
Vor allem bei Bluthochdruck. Nach der Packungsbeilage ist Ramipril außerdem zugelassen, um das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken, um Nierenfunktionsstörungen zu verlangsamen, bei Herzschwäche und nach einem Herzinfarkt mit Herzschwäche. Die Nationale VersorgungsLeitlinie zählt ACE-Hemmer zu den Mitteln der ersten Wahl bei Bluthochdruck. In der großen HOPE-Studie mit über 9000 Menschen mit hohem Herz-Kreislauf-Risiko traten unter Ramipril über rund fünf Jahre seltener Herzinfarkte, Schlaganfälle und Todesfälle aus Herz-Kreislauf-Ursachen auf als unter Placebo. Welche Behandlung zu dir passt, entscheidet die Praxis.
Kann Ramipril Husten auslösen?
- Gut belegt
Ja. Trockener Reizhusten ist nach der Packungsbeilage eine häufige Nebenwirkung, er betrifft bis zu eine von zehn Personen. Nach der Fachinformation ist er typischerweise trocken und anhaltend und vergeht nach dem Ende der Behandlung; bei neuem Husten unter einem ACE-Hemmer soll an diese Ursache gedacht werden. Stört dich der Husten, setzt du Ramipril nicht eigenmächtig ab, sondern sprichst mit der Praxis; die Patientenleitlinie Bluthochdruck rät, verordnete Blutdruckmittel nicht eigenmächtig wegzulassen. Husten mit Kurzatmigkeit meldest du nach der Beilage umgehend, weil er auch auf eine Lungenerkrankung hinweisen kann.
Darf man Ramipril in der Schwangerschaft nehmen?
- Gut belegt
Nein, nach der 13. Schwangerschaftswoche auf keinen Fall. Nach der Packungsbeilage kann Ramipril in diesem Stadium das ungeborene Kind schwer schädigen; in den ersten zwölf Wochen wird es nicht empfohlen. Wirst du unter Ramipril schwanger, sagst du es sofort der Praxis. Nach der Fachinformation wird die Behandlung dann beendet und, falls nötig, durch eine andere ersetzt. Planst du eine Schwangerschaft, besprichst du vorher mit der Praxis einen Wechsel zu einem Mittel, das in der Schwangerschaft als sicherer gilt. In der Stillzeit soll Ramipril nach der Beilage nicht angewendet werden.
Kann man Ramipril und Ibuprofen zusammen nehmen?
- Gut belegt
Nur nach Rücksprache. Schmerz- und Entzündungsmittel wie Ibuprofen, Indometacin und Acetylsalicylsäure können nach der Packungsbeilage die blutdrucksenkende Wirkung von Ramipril abschwächen und das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Nach der Fachinformation kann sich zusammen die Nierenfunktion verschlechtern und das Kalium im Blut steigen. Sag deshalb in der Praxis oder Apotheke, dass du Ramipril nimmst, bevor du ein Schmerzmittel nimmst, auch eines ohne Rezept.
Wie schnell wirkt Ramipril?
- Gut belegt
Nach der Fachinformation sinkt der Blutdruck bei den meisten ein bis zwei Stunden nach der Einnahme, am stärksten nach drei bis sechs Stunden, und die Wirkung einer Gabe hält meist 24 Stunden an. Die volle Wirkung einer regelmäßigen Behandlung zeigt sich meist nach drei bis vier Wochen. Weil die Praxis die Menge schrittweise einstellt, kann es dauern, bis der Blutdruck im Zielbereich liegt. Schwindel ist zu Beginn und nach einer Erhöhung am wahrscheinlichsten; dann fährst du nach der Packungsbeilage nicht Auto.
Nächster Schritt
Bevor du etwas einnimmst: Lass dich beraten, zum Beispiel in deiner Hausarztpraxis oder deiner Apotheke. Bring vorhandene Laborwerte mit, und sag, welche Medikamente du nimmst.
Mehr zu den Themen findest du oben unter Wofür und in der Themenübersicht.
Quellen
Alle 6 Quellen anzeigen
- Gebrauchsinformation eines in Deutschland zugelassenen, verschreibungspflichtigen Ramipril-Präparats (Tabletten mit 5 mg Ramipril), Stand Februar 2022. 1 A Pharma GmbH, veröffentlicht im PatientenInfo-Service der Rote Liste Service GmbH, 2022SonstigesZur Quelle
- Nationale VersorgungsLeitlinie Hypertonie, Version 1.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm), 2023LeitlinieZur Quelle
- Patientenleitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie: Bluthochdruck, Version 1.0. Bundesärztekammer, Kassenärztliche Bundesvereinigung, AWMF (NVL-Programm), 2024LeitlinieZur Quelle
- Wright JM, Musini VM, Gill R. First-line drugs for hypertension.. The Cochrane database of systematic reviews, 2018Systematischer ReviewDOI 10.1002/14651858.cd001841.pub3PubMed 29667175
- Fachinformation (Summary of Product Characteristics) eines in Irland zugelassenen Ramipril-Präparats (Tabletten mit 5 mg), Stand Oktober 2023. Health Products Regulatory Authority (HPRA), Irland, 2023Behörde / amtliche StelleZur Quelle
- Yusuf S, Sleight P, Pogue J, Bosch J, Davies R, Dagenais G. Effects of an angiotensin-converting-enzyme inhibitor, ramipril, on cardiovascular events in high-risk patients.. The New England journal of medicine, 2000Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.1056/nejm200001203420301PubMed 10639539
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