Arzneistoff
L-Thyroxin
Auch bekannt als: Levothyroxin, Levothyroxin-Natrium, Schilddrüsenhormon
Kurz erklärt
L-Thyroxin, fachlich Levothyroxin, ist ein Schilddrüsenhormon als Arzneimittel. Nach der Packungsbeilage hat es die gleiche Wirkung wie das Hormon, das die Schilddrüse selbst bildet. Es ersetzt fehlendes Hormon oder entlastet die Schilddrüse.
Verschrieben wird es bei jeder Form einer Schilddrüsenunterfunktion, beim gutartigen Kropf mit normaler Schilddrüsenfunktion und um nach einer Kropfoperation einen neuen Kropf zu verhüten. Dazu kommen die Begleitbehandlung einer Überfunktion, die mit hemmenden Mitteln (Thyreostatika) behandelt wird, Schilddrüsenkrebs nach der Operation und ein Test der Schilddrüsenfunktion. L-Thyroxin ist verschreibungspflichtig: Ob, wie viel und wie lange, entscheidet die Praxis anhand der Blutwerte.
Bei passender Menge entspricht es dem eigenen Hormon. Die typischen Nebenwirkungen sind nach der Packungsbeilage die Zeichen einer Überfunktion, vor allem bei zu hoher Menge oder zu schneller Steigerung. Diese Seite fasst die Packungsbeilage zusammen und ersetzt nicht die Beilage des eigenen Präparats.
Levothyroxin ist ein Arzneistoff und nur als zugelassenes, verschreibungspflichtiges Arzneimittel erhältlich, nicht als Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel. Die Präparate sind in Deutschland national zugelassen; eine zentrale EU-Zulassung mit EPAR gibt es nicht.
Wofür
Abnehmen
- Studien sprechen dagegen
L-Thyroxin ist kein Mittel zum Abnehmen. Nach der Packungsbeilage darf es dafür nicht genommen werden: Liegen die Schilddrüsenwerte im normalen Bereich, bewirkt zusätzliches Hormon keine Gewichtsabnahme.
Was dagegen spricht
Ohne ärztliche Anweisung zusätzlich genommenes oder höher dosiertes Schilddrüsenhormon kann nach der Packungsbeilage schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen, besonders zusammen mit bestimmten Mitteln zum Abnehmen.
Müdigkeit und Erschöpfung
- Studien sprechen dagegen
Eine nachgewiesene Schilddrüsenunterfunktion ist ein zugelassenes Anwendungsgebiet von L-Thyroxin; ob sie vorliegt, klärt die Praxis über Blutwerte. Ist nur der TSH-Wert leicht erhöht und liegen die Schilddrüsenhormone im Normbereich, spricht die Studienlage gegen einen Nutzen bei Müdigkeit: In einer Metaanalyse von 21 Studien besserten Schilddrüsenhormone weder die Lebensqualität noch schilddrüsentypische Beschwerden, und in einer großen Studie mit Menschen ab 65 Jahren blieb die Müdigkeit gleich.
Was dagegen spricht
Die Studien betrafen die leichte, sogenannte subklinische Unterfunktion, nicht eine ausgeprägte Unterfunktion mit zu niedrigen Hormonwerten. Wer L-Thyroxin verordnet bekommen hat, verändert oder beendet die Einnahme nach der Packungsbeilage nicht eigenmächtig, sondern spricht mit der Praxis.
Anwendung
Formen und Einnahme
- Tabletten mit 25 bis 200 Mikrogramm auf RezeptNach der Packungsbeilage gibt es Stärken von 25 bis 200 Mikrogramm, damit in der Regel eine Tablette am Tag reicht. Für den Beginn, für Steigerungen und für Kinder verordnet die Praxis gegebenenfalls niedrigere Stärken.
Die ganze Tagesmenge wird morgens nüchtern genommen, mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück, unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit, am besten mit einem Glas Wasser. Auf nüchternen Magen wird der Wirkstoff nach der Packungsbeilage besser aufgenommen. Kinder bekommen die Tagesmenge mindestens eine halbe Stunde vor der ersten Mahlzeit; die Tablette kann in wenig Wasser zerfallen und wird dann frisch gegeben.
Kaffee nicht zusammen mit der Tablette trinken, sondern eine halbe bis eine Stunde warten. Wer schon behandelt wird, ändert seine Kaffeegewohnheit nach der Packungsbeilage nur, wenn die Praxis die Werte kontrolliert. Eine Ernährung mit viel Soja kann die Aufnahme verringern; dann kontrolliert die Praxis die Werte häufiger.
Die Menge legt die Praxis anhand von Kontrolluntersuchungen fest. Bei einer Unterfunktion und nach einer Operation wegen Schilddrüsenkrebs wird L-Thyroxin meist lebenslang genommen, beim gutartigen Kropf und zur Verhütung eines neuen Kropfes einige Monate oder Jahre bis lebenslang. Eine vergessene Tablette wird nicht nachgeholt und nicht doppelt genommen; du bleibst im gewohnten Rhythmus. Die Behandlung wird nach der Packungsbeilage nicht eigenmächtig verändert, unterbrochen oder beendet, und der Wechsel auf ein anderes Präparat geschieht nur unter ärztlicher Kontrolle der Blutwerte.
Dosis-Übersicht
| Grundlage | Menge | Einordnung |
|---|---|---|
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 25–50 µg pro TagMit Laborkontrolle | Erwachsene mit Schilddrüsenunterfunktion, Beginn der Behandlung, auf ärztliche Verordnung · Anfangsmenge nach der Packungsbeilage. Die Praxis kann sie in Abständen von 2 bis 4 Wochen um 25 bis 50 Mikrogramm steigern. Bei älteren Menschen, bei einer Erkrankung der Herzkranzgefäße und bei schwerer oder lange bestehender Unterfunktion beginnt sie besonders vorsichtig und steigert langsamer. Über die Menge entscheidet die behandelnde Praxis anhand der Blutwerte. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 100–200 µg pro TagMit Laborkontrolle | Erwachsene mit Schilddrüsenunterfunktion, nach der Steigerung, auf ärztliche Verordnung · Tagesmenge, bis zu der die Praxis nach der Packungsbeilage schrittweise steigern kann. Die richtige Menge ergibt sich aus den Kontrolluntersuchungen; bei niedrigem Körpergewicht kann eine geringere Menge reichen. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 75–200 µg pro TagMit Laborkontrolle | Erwachsene nach einer Kropfoperation oder mit gutartigem Kropf, auf ärztliche Verordnung · Tagesmenge nach der Packungsbeilage zur Verhütung eines erneuten Kropfes und zur Behandlung des gutartigen Kropfes. Beim gutartigen Kropf dauert die Behandlung nach der Beilage 6 Monate bis 2 Jahre. Über Menge und Dauer entscheidet die behandelnde Praxis. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 50–100 µg pro TagMit Laborkontrolle | Erwachsene mit Schilddrüsenüberfunktion unter Thyreostatika, auf ärztliche Verordnung · Tagesmenge nach der Packungsbeilage als Begleittherapie, sobald die Stoffwechsellage wieder normal ist. Genommen wird sie so lange wie die Thyreostatika. Über die Menge entscheidet die behandelnde Praxis. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 150–300 µg pro TagMit Laborkontrolle | Erwachsene nach einer Operation wegen Schilddrüsenkrebs, auf ärztliche Verordnung · Tagesmenge nach der Packungsbeilage, um ein erneutes Tumorwachstum zu unterdrücken und fehlendes Hormon zu ergänzen. Über die Menge entscheidet die behandelnde Praxis. Quelle: Quelle 1 |
Keine persönliche Dosisempfehlung. Sprich vorher mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Apotheke, besonders wenn du Medikamente nimmst.
Risiken
Nebenwirkungen
Bei passender Menge ersetzt L-Thyroxin das eigene Hormon. Wird die Menge nicht vertragen oder ist sie zu hoch, vor allem bei zu schneller Steigerung zu Beginn, können nach der Packungsbeilage die Zeichen einer Überfunktion auftreten. Sehr häufig sind dann Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Herzklopfen, häufig Nervosität und Herzrasen, selten ein erhöhter Hirndruck, besonders bei Kindern. Mit unbekannter Häufigkeit nennt die Beilage innere Unruhe, Zittern, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen mit Engegefühl in der Brust, Hitzeunverträglichkeit, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, starkes Schwitzen, Muskelschwäche und -krämpfe, Störungen der Regelblutung, Fieber und Gewichtsabnahme. Hohe Mengen über lange Zeit können Knochenschwund begünstigen, vor allem bei Frauen nach den Wechseljahren.
Solche Beschwerden teilst du der Praxis mit; sie entscheidet, ob die Menge gesenkt oder die Einnahme für einige Tage unterbrochen wird. Bei einer allergischen Reaktion mit Ausschlag, Juckreiz, Atemnot oder Schwellungen von Gesicht, Lippen, Hals oder Zunge wendest du dich sofort an eine Ärztin, einen Arzt oder die nächste Notaufnahme; solche Reaktionen können lebensbedrohlich sein.
Wechselwirkungen
- Thyreostatika in der SchwangerschaftSchwer
Nach der Packungsbeilage dürfen L-Thyroxin und Mittel gegen eine Überfunktion in der Schwangerschaft nicht zusammen genommen werden, weil dann mehr Thyreostatikum nötig wird. Thyreostatika gelangen anders als Levothyroxin über die Plazenta zum ungeborenen Kind und können dort eine Unterfunktion auslösen.
Quelle: Quelle 1
- Mittel gegen Diabetes, etwa Metformin, Glimepirid, Glibenclamid und Insulin
Levothyroxin kann ihre blutzuckersenkende Wirkung abschwächen. Nach der Packungsbeilage wird der Blutzucker vor allem zu Beginn und am Ende der Behandlung regelmäßig kontrolliert; die Praxis passt gegebenenfalls die Diabetesmittel an.
Quelle: Quelle 1
- Gerinnungshemmer Phenprocoumon oder Warfarin
Levothyroxin kann ihre Wirkung verstärken. Die Packungsbeilage nennt regelmäßige Kontrollen der Blutgerinnung; gegebenenfalls verringert die Praxis die Menge des Gerinnungshemmers.
Quelle: Quelle 1
- Colestyramin, Colestipol, Colesevelam, Sevelamer und Polystyrolsulfonat
Sie hemmen die Aufnahme von Levothyroxin aus dem Darm. Nach der Packungsbeilage werden Colestyramin, Colestipol, Sevelamer und Polystyrolsulfonat 4 bis 5 Stunden nach L-Thyroxin genommen, L-Thyroxin mindestens 4 Stunden vor Colesevelam.
Quelle: Quelle 1
- Eisen, Calciumcarbonat, aluminiumhaltige Mittel gegen Magensäure und Sucralfat
Sie können die Aufnahme verringern. Nach der Packungsbeilage wird L-Thyroxin mindestens 2 Stunden vor ihnen genommen.
Quelle: Quelle 1
- Protonenpumpenhemmer wie Omeprazol oder Pantoprazol
Weniger Magensäure kann die Aufnahme und damit die Wirkung verringern. Nach der Packungsbeilage überwacht die Praxis dann die Schilddrüsenwerte und passt die Menge gegebenenfalls an.
Quelle: Quelle 1
- Östrogenhaltige Pille und Hormonersatz nach den Wechseljahren
Der Bedarf an Levothyroxin kann nach der Packungsbeilage steigen.
Quelle: Quelle 1
- Johanniskraut, Rifampicin, Carbamazepin, Phenytoin, Barbiturate, Sertralin, Chloroquin/Proguanil, Tyrosinkinase-Hemmer und HIV-Mittel wie Lopinavir, Ritonavir oder Indinavir
Nach der Packungsbeilage können sie die Wirkung von Levothyroxin abschwächen. Wer eines davon nimmt, sagt es der Praxis; sie kontrolliert die Werte und passt die Menge gegebenenfalls an.
Quelle: Quelle 1
- Amiodaron und iodhaltige Kontrastmittel
Wegen ihres hohen Iodgehalts können sie nach der Packungsbeilage sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion auslösen, besonders bei einem Knotenkropf. Amiodaron kann zudem die Wirkung von Levothyroxin beeinflussen.
Quelle: Quelle 1
- Weitere Mittel: Propylthiouracil, Kortison, Betablocker, Salicylate in hoher Dosis, hoch dosiertes Furosemid, Semaglutid und Orlistat
Die Packungsbeilage nennt sie als Mittel, die die Wirkung oder den Spiegel von Levothyroxin verändern können; unter Orlistat kann es selten zu einer Unterfunktion kommen. Die Praxis passt die Menge gegebenenfalls an.
Quelle: Quelle 1
Wer es nicht nehmen sollte
Nach der Packungsbeilage darf L-Thyroxin nicht genommen werden bei einer Allergie gegen Levothyroxin-Natrium oder einen anderen Bestandteil, bei einer unbehandelten Überfunktion der Schilddrüse, einer unbehandelten Schwäche der Nebennierenrinde, einer unbehandelten Schwäche der Hirnanhangsdrüse mit behandlungsbedürftiger Nebennierenschwäche, nach einem frischen Herzinfarkt und bei einer akuten Entzündung des Herzmuskels oder aller Wandschichten des Herzens. In der Schwangerschaft wird es nicht zusammen mit Thyreostatika genommen.
Vor Beginn klärt die Praxis Erkrankungen der Herzkranzgefäße, Angina pectoris, Bluthochdruck, eine Schwäche von Hirnanhangsdrüse oder Nebennierenrinde und Bereiche der Schilddrüse ab, die unkontrolliert Hormon bilden. Besondere Vorsicht und häufigere Kontrollen nennt die Beilage nach einem Herzinfarkt, bei Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, lange bestehender Unterfunktion, bei Frauen nach den Wechseljahren mit erhöhtem Osteoporoserisiko, bei Diabetes, bei Epilepsie und bei Frühgeborenen mit sehr niedrigem Geburtsgewicht. Ältere Menschen werden vorsichtiger eingestellt und häufiger kontrolliert.
Vor einer Blutuntersuchung der Schilddrüsenwerte sagst du, wenn du Biotin nimmst oder kürzlich genommen hast, auch in Multivitaminen oder Mitteln für Haare, Haut und Nägel; es kann die Ergebnisse verfälschen.
Schwangerschaft und Stillzeit: Nach der Packungsbeilage ist eine korrekte Behandlung gerade dann besonders wichtig und wird unter ärztlicher Aufsicht fortgesetzt. Trotz umfangreicher Anwendung sind keine unerwünschten Wirkungen auf Schwangerschaft oder Kind bekannt geworden. Der Bedarf kann in der Schwangerschaft steigen, deshalb kontrolliert die Praxis die Werte währenddessen und danach. Was in die Muttermilch übergeht, ist nach der Beilage sehr gering und unbedenklich. Wer schwanger ist, stillt oder es werden möchte, fragt vorher in der Praxis oder Apotheke.
Überdosierung
Eine zu hohe Menge zeigt sich nach der Packungsbeilage mit den Zeichen einer Überfunktion, etwa Herzklopfen, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Nervosität, Zittern und Schwitzen. Treten solche Beschwerden auf, suchst du die Praxis auf. Ohne ärztliche Anweisung zusätzlich genommenes oder höher dosiertes Schilddrüsenhormon kann schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen.
Häufige Fragen
Wann und wie nehme ich L-Thyroxin richtig ein?
- Gut belegt
Morgens nüchtern, mindestens eine halbe Stunde vor dem Frühstück, die ganze Tagesmenge unzerkaut mit einem Glas Wasser. So wird der Wirkstoff nach der Packungsbeilage besser aufgenommen als zu einer Mahlzeit. Eisen, Calciumcarbonat und aluminiumhaltige Mittel gegen Magensäure nimmst du frühestens 2 Stunden später, manche Mittel gegen hohe Blutfette erst nach 4 bis 5 Stunden. Die Menge legt die Praxis anhand der Blutwerte fest.
Darf ich zu L-Thyroxin Kaffee trinken?
- Gut belegt
Ja, aber nicht gleichzeitig. Nach der Packungsbeilage kann Kaffee die Aufnahme aus dem Darm verringern; zwischen Tablette und Kaffee liegen deshalb eine halbe bis eine Stunde. Wer schon eingestellt ist, ändert seine Kaffeegewohnheit nur, wenn die Praxis die Werte im Blick behält, denn auch das kann die passende Menge verschieben.
Welche Nebenwirkungen hat L-Thyroxin?
- Gut belegt
Bei passender Menge entspricht es dem eigenen Hormon. Ist die Menge zu hoch oder wird zu schnell gesteigert, können nach der Packungsbeilage die Zeichen einer Überfunktion auftreten: Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Nervosität, Herzrasen, Zittern, Schwitzen, Durchfall oder Gewichtsabnahme. Hohe Mengen über lange Zeit können Knochenschwund begünstigen, vor allem nach den Wechseljahren. Solche Beschwerden besprichst du mit der Praxis; sie entscheidet, ob die Menge angepasst wird. Bei Schwellungen im Gesicht oder Atemnot wendest du dich sofort an eine Ärztin, einen Arzt oder die nächste Notaufnahme.
Kann ich L-Thyroxin in der Schwangerschaft nehmen?
- Gut belegt
Nach der Packungsbeilage ist eine korrekte Behandlung in Schwangerschaft und Stillzeit besonders wichtig und wird unter ärztlicher Aufsicht fortgesetzt. Trotz umfangreicher Anwendung sind keine schädlichen Wirkungen auf Schwangerschaft oder Kind bekannt geworden, und in die Muttermilch geht nur sehr wenig über. Weil der Bedarf in der Schwangerschaft steigen kann, kontrolliert die Praxis die Werte währenddessen und danach. Wer schwanger werden möchte oder ist, spricht früh mit der Praxis.
Hilft L-Thyroxin beim Abnehmen?
- Studien sprechen dagegen
Nein. Nach der Packungsbeilage darf es nicht zum Abnehmen genommen werden: Liegen die Schilddrüsenwerte im normalen Bereich, bewirkt zusätzliches Hormon keine Gewichtsabnahme. Ohne ärztliche Anweisung genommen oder höher dosiert, kann es schwerwiegende bis lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursachen, besonders zusammen mit bestimmten Mitteln zum Abnehmen.
Nächster Schritt
Bevor du etwas einnimmst: Lass dich beraten, zum Beispiel in deiner Hausarztpraxis oder deiner Apotheke. Bring vorhandene Laborwerte mit, und sag, welche Medikamente du nimmst.
Mehr zu den Themen findest du oben unter Wofür und in der Themenübersicht.
Quellen
Alle 6 Quellen anzeigen
- Gebrauchsinformation eines in Deutschland zugelassenen, verschreibungspflichtigen Levothyroxin-Präparats (Tablette mit 100 Mikrogramm), Stand Juni 2023. 1 A Pharma GmbH, veröffentlicht im PatientenInfo-Service der Rote Liste Service GmbH, 2023SonstigesZur Quelle
- Prescribing information for Levothyroxine Sodium Tablets (US label, revised 11/2023). U.S. Food and Drug Administration (FDA), Drugs@FDA, 2023Behörde / amtliche StelleZur Quelle
- Feller M, Snel M, Moutzouri E, Bauer DC, de Montmollin M, Aujesky D, et al.. Association of Thyroid Hormone Therapy With Quality of Life and Thyroid-Related Symptoms in Patients With Subclinical Hypothyroidism: A Systematic Review and Meta-analysis.. JAMA, 2018MetaanalyseDOI 10.1001/jama.2018.13770PubMed 30285179
- Stott DJ, Rodondi N, Kearney PM, Ford I, Westendorp RGJ, Mooijaart SP, et al.. Thyroid Hormone Therapy for Older Adults with Subclinical Hypothyroidism.. The New England journal of medicine, 2017Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.1056/nejmoa1603825PubMed 28402245
- Schilddrüsenhormone richtig einnehmen (gesundheitsinformation.de). Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), gesundheitsinformation.de, 2024Behörde / amtliche StelleZur Quelle
- Thyroxin – Erfahrungen und Empfehlungen in Schwangerschaft und Stillzeit. Embryotox, Pharmakovigilanz- und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Charité – Universitätsmedizin Berlin, 2026Behörde / amtliche StelleZur Quelle
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