Pflanze
Hopfen
Humulus lupulus
Auch bekannt als: Hopfenzapfen, Hopfendolden, Lupuli flos

Kurz erklärt
Hopfen (Humulus lupulus) ist eine ausdauernde Kletterpflanze aus der Familie der Hanfgewächse, bei der männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen wachsen. Arzneilich genutzt werden die getrockneten weiblichen Blütenstände, die Hopfenzapfen. Die gelben Drüsen an ihren Schuppen lassen sich absieben und ergeben das Hopfenmehl (Lupulin). Seit mehr als tausend Jahren gibt Hopfen dem Bier Bitterkeit und Haltbarkeit.
Die Zapfen enthalten Bittersäuren (Humulone und Lupulone), ein ätherisches Öl mit viel Myrcen, Flavonoide und prenylierte Flavonoide, allen voran Xanthohumol, das bis zu etwa einem Prozent der getrockneten Zapfen ausmacht. In kleinen Mengen, laut EMA 25 bis 60 Milligramm je Kilogramm, kommt 8-Prenylnaringenin vor, eines der stärksten bekannten Pflanzenöstrogene. Beim Lagern zerfallen die Bittersäuren teilweise zu Methylbutenol, einem flüchtigen Alkohol, dessen Gehalt nach rund zwei Jahren am höchsten ist.
Welcher Inhaltsstoff hinter der überlieferten beruhigenden Anwendung stehen könnte, ist nicht geklärt: Einen Stoff mit belegter therapeutischer Wirkung konnte die EMA nicht benennen. Sie erkennt Hopfenzapfen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel an. Im Handel steckt Hopfen meist zusammen mit Baldrian in Kombinationspräparaten.
Die Stoffliste von Bund und Ländern kennt Hopfenzapfen als Lebensmittel, bekannt vor allem aus dem Bier. Zugleich führt sie die Zapfen als Arzneistoff und traditionelles Arzneimittel und empfiehlt, ihre Verwendung in Lebensmitteln zu beschränken (Liste B). Die Liste ist eine Empfehlung der Behörden, kein Gesetz; ob ein Produkt Lebensmittel oder Arzneimittel ist, wird im Einzelfall entschieden. In der EU sind Arzneimittel aus Hopfenzapfen traditionelle pflanzliche Arzneimittel nach der EMA-Monographie von 2014, die 2025 unverändert bestätigt wurde; in Deutschland gibt es die Zapfen auch als Tee mit Standardzulassung. Eine Gesundheitsaussage für Hopfen ist in der EU nicht zugelassen.
Wofür
Einschlafprobleme
- Erste Hinweise
- Traditionell genutzt
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) führt Hopfenzapfen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel, das den Schlaf unterstützen soll: als Tee, Pulver oder Trockenextrakt eine halbe bis eine Stunde vor dem Zubettgehen. Grundlage ist die jahrzehntelange Anwendung, nicht der Nachweis in Studien.
Hopfen allein wurde für den Schlaf kaum klinisch geprüft; die Studien testen fast immer feste Kombinationen mit Baldrian. In der größten Studie, mit 184 Erwachsenen mit leichter Insomnie, besserte sich der Schlaf unter der Kombination nur wenig, und die meisten Unterschiede zu Placebo waren nicht statistisch gesichert. In einer kleinen Studie aus dem Umfeld des Herstellers mit 30 Teilnehmenden verkürzte die Kombination die Einschlafzeit stärker als Placebo, Baldrian allein dagegen nicht. Eine Machbarkeitsstudie von 2025 fand in einer explorativen Auswertung unter der Kombination knapp 22 Minuten mehr Schlaf pro Nacht, gemessen mit Fitness-Trackern. Ob Hopfen selbst beruhigt, den Baldrian verstärkt oder nichts beiträgt, hält die EMA für ungeklärt.
Im Tierversuch verringern Hopfenextrakte die Aktivität und verlängern den Schlaf nach einem Narkosemittel; welche Inhaltsstoffe beim Menschen wirken könnten, ist offen. Hopfenkissen sind eine alte Hausanwendung, aber nicht untersucht. Ins Bett eines Säuglings gehört nach der Leitlinie zur Vorbeugung des plötzlichen Säuglingstods überhaupt kein Kissen, also auch kein Hopfenkissen.
Was dagegen spricht
Die S3-Leitlinie „Insomnie bei Erwachsenen“ spricht sich in Empfehlung T9 gegen Phytopharmaka zur Behandlung der Insomnie aus (Empfehlungsgrad B), weil die Studien insgesamt von niedriger Qualität sind; Hopfenzapfen führt sie in ihrer Übersicht der frei verkäuflichen Pflanzenmittel auf. Das belegt nicht, dass Hopfen unwirksam ist, zeigt aber, dass gute Studien fehlen.
In der größten Studie zur Baldrian-Hopfen-Kombination fand die Messung im Schlaflabor keinen Unterschied zu Placebo. Ob der Hopfen etwas beiträgt, bleibt auch deshalb offen, weil sich die direkten Vergleiche widersprechen: In einer älteren Studie mit 128 Personen verbesserte ein Baldrian-Hopfen-Präparat mit weniger Baldrianextrakt den Schlaf nicht, ein Baldrianextrakt allein dagegen schon. Eine Studie, die eine Hopfen-Baldrian-Kombination einem Benzodiazepin gleichwertig fand, hatte keine Placebogruppe und sagt deshalb nicht, ob eines der Mittel mehr bewirkte als ein Scheinmedikament. Die drei neueren Studien zur festen Kombination wurden von der Industrie finanziert oder von Mitarbeitenden des Herstellers mitverfasst.
Ein Nahrungsergänzungsmittel aus Hopfenextrakt und mehrfach ungesättigten Fettsäuren schnitt bei chronischer Insomnie nicht besser ab als ein Placebo mit Olivenöl, obwohl sich beide Gruppen deutlich besserten. Die einzige Untersuchung zum Schlaf mit Hopfen ohne andere Heilpflanzen — 17 Pflegerinnen tranken zwei Wochen lang alkoholfreies Bier, ohne Vergleich mit Placebo — wertet die EMA als anekdotisch.
Quellen: Quelle 1, Quelle 2, Quelle 3, Quelle 4, Quelle 5, Quelle 6, Quelle 7, Quelle 8, Quelle 9, Quelle 10, Quelle 11, Quelle 12, Quelle 13, Quelle 14
Innere Unruhe
- Erste Hinweise
- Traditionell genutzt
Die EMA führt Hopfenzapfen als traditionelles pflanzliches Arzneimittel, um leichte Beschwerden bei nervlicher Belastung zu lindern, etwa als Tee bis zu viermal am Tag oder als Trockenextrakt zwei- bis dreimal täglich. Die Einstufung beruht auf der langen Anwendung, nicht auf Studien.
Zu Hopfen allein gibt es eine kleine Pilotstudie: 36 junge Erwachsene, die im Fragebogen zumindest leichte Anzeichen von Stress, Angst und gedrückter Stimmung angaben, nahmen im Wechsel je vier Wochen einen Hopfen-Trockenextrakt und ein Placebo. Unter Hopfen gingen alle drei Werte stärker zurück. Die EMA sah darin 2025 ein Ergebnis, das zur traditionellen Anwendung passt, aber keinen Grund, ihre Bewertung zu ändern. Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an oder werden sie stärker, gehören sie ärztlich abgeklärt.
Was dagegen spricht
Die Pilotstudie ist klein und kurz, stützt sich nur auf selbst ausgefüllte Fragebögen, und die Teilnehmenden waren überwiegend junge Frauen. Wie stark der Extrakt war und wie er hergestellt wurde, gab sie nicht an. Die EMA merkt zudem an, dass der verwendete Fragebogen eigentlich zur Ersteinschätzung dient, ob jemand ärztliche Hilfe braucht. In Tierversuchen wirkten Hopfenextrakte dämpfend, eine angstlösende Wirkung zeigten sie nicht. Studien mit Hopfen allein bei Menschen mit einer diagnostizierten Angststörung oder Depression fand die EMA bei ihrer Überprüfung bis 2024 nicht.
Anwendung
Formen und Einnahme
- Hopfenzapfen als TeeZerkleinerte, getrocknete Zapfen, mit kochendem Wasser aufgegossen. Der Aufguss schmeckt bitter; Hopfen steckt oft in Teemischungen, etwa mit Baldrian, Melisse oder Passionsblume.
- Gepulverte ZapfenFein gemahlene Hopfenzapfen, meist in Kapseln oder Tabletten. Die EMA nennt dafür eigene Mengen, als Schlafhilfe deutlich höhere als bei nervlicher Belastung.
- TrockenextraktGetrockneter Auszug in Dragees oder Tabletten. Die EMA-Monographie beschreibt einen Extrakt, bei dem 4 bis 5 Teile Zapfen, ausgezogen mit 50-prozentigem Methanol, 1 Teil Extrakt ergeben. Extrakte in Kombinationspräparaten sind oft mit anderen Lösungsmitteln hergestellt und nicht ohne Weiteres vergleichbar.
- Tinktur und FlüssigextraktAlkoholische Auszüge: die Tinktur aus 1 Teil Zapfen und 5 Teilen 60-prozentigem Alkohol, ein Flüssigextrakt 1:1 mit 45-prozentigem Alkohol und ein Auszug mit Süßwein. Die EMA beschreibt diese Zubereitungen nur bei nervlicher Belastung, nicht als Schlafhilfe. Sie enthalten Alkohol.
- KombinationspräparateDie meisten Arzneimittel mit Hopfen enthalten ihn zusammen mit Baldrian, manche zusätzlich mit Melisse oder Passionsblume; auch die klinischen Studien prüften fast nur solche Kombinationen. Laut EMA ist das zuletzt einzige Fertigarzneimittel mit Hopfenextrakt als alleinigem Wirkstoff seit 2022 nicht mehr registriert. Für Kombinationen gelten zusätzlich die Hinweise zu den anderen Pflanzen.
- HopfenkissenMit getrockneten Zapfen gefüllte Kissen werden seit Langem bei Schlaflosigkeit und nervöser Unruhe verwendet. Die EMA-Monographie umfasst nur die Einnahme, kontrollierte Studien zum Kissen fehlen. Ins Bett eines Säuglings gehört kein Kissen, auch kein Kräuterkissen.
- BadezusatzFettlösliche Hopfenauszüge werden auch zu Badeölen verarbeitet. Die EMA-Monographie umfasst nur die Einnahme, kontrollierte Studien zu Hopfenbädern fehlen.
Als Schlafhilfe sieht die EMA-Monographie eine Einzeldosis eine halbe bis eine Stunde vor dem Zubettgehen vor, bei nervlicher Belastung mehrere Gaben über den Tag verteilt. Sie gilt für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene; für jüngere Kinder fehlen Daten, deshalb rät sie dort ab. Wenn die Beschwerden nach zwei Wochen noch da sind oder schlimmer werden, lass sie ärztlich abklären.
Hopfen kann müde machen. Wenn du dich danach benommen fühlst, fahr nicht Auto und bediene keine Maschinen. Tinktur und Flüssigextrakte enthalten Alkohol. Die Mengen je Zubereitung stehen in der Dosis-Übersicht.
Dosis-Übersicht
| Grundlage | Menge | Einordnung |
|---|---|---|
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 0,5–1 g Einzeldosis | Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene · Tee als Schlafhilfe: zerkleinerte Zapfen mit 150 bis 200 ml kochendem Wasser aufgießen und eine halbe bis eine Stunde vor dem Zubettgehen trinken. Traditionelle Anwendung; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlich abklären. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 0,5 g Einzeldosis | Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene · Tee bei nervlicher Belastung: mit 150 bis 200 ml kochendem Wasser aufgießen, bis zu viermal täglich. Traditionelle Anwendung; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlich abklären. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 0,8–2 g Einzeldosis | Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene · Gepulverte Zapfen als Schlafhilfe, eine halbe bis eine Stunde vor dem Zubettgehen. Traditionelle Anwendung; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlich abklären. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 400 mg Einzeldosis | Erwachsene · Gepulverte Zapfen bei nervlicher Belastung, zweimal täglich; für Jugendliche ab 12 Jahren nennt die EMA 200 mg zweimal täglich. Traditionelle Anwendung; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlich abklären. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 125–250 mg Einzeldosis | Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene · Trockenextrakt (4–5:1, ausgezogen mit Methanol 50 %) als Schlafhilfe, eine Stunde vor dem Zubettgehen; die Menge gilt nur für diesen Extrakt. Traditionelle Anwendung; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlich abklären. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 125 mg Einzeldosis | Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene · Derselbe Trockenextrakt bei nervlicher Belastung, zwei- bis dreimal täglich. Traditionelle Anwendung; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlich abklären. Quelle: Quelle 1 |
| ArzneimittelDosierung laut EU-Monographie oder Zulassung eines Arzneimittels | 1–2 ml Einzeldosis | Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene · Tinktur (1:5, Ethanol 60 %) bei nervlicher Belastung, bis zu dreimal täglich; als Schlafhilfe beschreibt die EMA sie nicht. Enthält Alkohol; nicht in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Beschwerden über zwei Wochen ärztlich abklären. Quelle: Quelle 1 |
| In Studien genutztSpanne aus ausgewerteten Studien | 400 mg pro Tag | Junge Erwachsene mit leichten Anzeichen von Stress, Angst und gedrückter Stimmung · Hopfen-Trockenextrakt ohne weitere Pflanzen, zwei Kapseln zu 0,2 g einmal täglich über vier Wochen, in einer kleinen Pilotstudie. Wie stark der Extrakt war, gab die Studie nicht an; die Menge lässt sich deshalb nicht auf andere Präparate übertragen.
Quelle: Quelle 15 |
Keine persönliche Dosisempfehlung. Sprich vorher mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder deiner Apotheke, besonders wenn du Medikamente nimmst.
Risiken
Nebenwirkungen
Die EMA-Monographie nennt keine bekannten Nebenwirkungen. Hopfen kann müde machen. Allergische Reaktionen sind vor allem von der Hopfenernte bekannt: Beim Pflücken frischer Zapfen kann eine Hautentzündung entstehen, die auf Bestandteile des frischen Öls zurückgeführt wird, und der Umgang mit den Zapfen kann Atemwegsallergien auslösen. Allergien durch die Einnahme von Hopfenzubereitungen sind nicht beschrieben.
Bei ihrer Überprüfung 2025 fand die EMA nur wenige, uneinheitliche Verdachtsmeldungen, etwa Schwindel, Übelkeit oder Durchfall, meist bei Menschen, die zugleich andere Arzneimittel nahmen; ein Risikosignal ergab sich daraus nicht.
Wechselwirkungen
- Schlaf- und Beruhigungsmittel, AlkoholGering
Nach dem Bewertungsbericht der EMA ist es theoretisch möglich, dass Hopfen die Müdigkeit durch Schlaf- und Beruhigungsmittel oder Alkohol verstärkt. Im Tierversuch verlängerten Hopfenextrakte den Schlaf nach einem Narkosemittel; beim Menschen ist das nicht untersucht, und berichtet wurden keine Fälle. Wenn du solche Mittel nimmst, kläre die zusätzliche Einnahme vorher ärztlich oder in der Apotheke.
- Hormonpräparate wie Pille oder Hormonersatz, Tamoxifen, Aromatasehemmer
Wegen der östrogenartigen Inhaltsstoffe ist ein Einfluss denkbar. Studien dazu gibt es nicht; die EMA hält offen, ob und wie Hopfenextrakte solche Behandlungen beeinflussen.
- Arzneimittel, die über Cytochrom-P450-Enzyme der Leber abgebaut werden
Vermutet wird, dass Hopfen diesen Abbau beeinflusst und die Blutspiegel mancher Arzneimittel senkt. Bestätigt ist das nicht, Fallberichte gibt es keine.
Quelle: Quelle 2
- Mittel gegen Diabetes
Wie Hopfen den Blutzucker beeinflusst, ist nach dem Bewertungsbericht der EMA unklar: Tierversuche deuten je nach Stoffwechsellage auf einen Anstieg oder ein Absinken hin, klinische Daten zu Hopfenzubereitungen fehlen.
Quelle: Quelle 2
Wer es nicht nehmen sollte
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Hopfen. In Schwangerschaft und Stillzeit rät die EMA mangels Daten ab; ausreichende Untersuchungen zu Fruchtbarkeit, Erbgutschäden und Krebsentstehung fehlen. Für Kinder unter 12 Jahren wird Hopfen nicht empfohlen.
Hopfen enthält mit 8-Prenylnaringenin ein Pflanzenöstrogen. In den üblichen beruhigenden Zubereitungen steckt davon laut EMA wenig; nennenswerte Mengen finden sich vor allem in eigens angereicherten Extrakten aus altem Hopfen. Wie sich eine Einnahme über mehr als drei Monate bei hormonabhängigen Erkrankungen wie Brust-, Gebärmutter-, Gebärmutterhals- oder Prostatakrebs oder bei Endometriose auswirkt, ist nicht bekannt. Wenn du eine solche Erkrankung hast oder hattest, sprich vor einer längeren Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Im Bewertungsbericht der EMA steht außerdem der Rat, Hopfen bei einer Depression nicht einzunehmen, weil die dämpfende Wirkung die Beschwerden verstärken könnte; in die Monographie hat die EMA ihn nicht übernommen.
Überdosierung
Fälle von Überdosierung sind der EMA nicht bekannt.
Nächster Schritt
Bevor du etwas einnimmst: Lass dich beraten, zum Beispiel in deiner Hausarztpraxis oder deiner Apotheke. Bring vorhandene Laborwerte mit, und sag, welche Medikamente du nimmst.
Mehr zu den Themen findest du oben unter Wofür und in der Themenübersicht.
Quellen
- Community herbal monograph on Humulus lupulus L., flos (EMA/HMPC/682384/2013), Revision 1. European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), 2014MonographieZur Quelle
- Assessment report on Humulus lupulus L., flos (EMA/HMPC/418902/2005), Revision 1. European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), 2014Behörde / amtliche StelleZur Quelle
- Addendum to Assessment report on Humulus lupulus L., flos (EMA/HMPC/8694/2025). European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), 2025Behörde / amtliche StelleZur Quelle
- Morin CM, Koetter U, Bastien C, Ware JC, Wooten V. Valerian-hops combination and diphenhydramine for treating insomnia: a randomized placebo-controlled clinical trial.. Sleep, 2005Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.1093/sleep/28.11.1465PubMed 16335333
- Koetter U, Schrader E, Käufeler R, Brattström A. A randomized, double blind, placebo-controlled, prospective clinical study to demonstrate clinical efficacy of a fixed valerian hops extract combination (Ze 91019) in patients suffering from non-organic sleep disorder.. Phytotherapy research : PTR, 2007Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.1002/ptr.2167PubMed 17486686
- Schicktanz N, Gerhards C, Schlitt T, Aerni A, Müggler E, de Quervain D, et al.. Effects of a Valerian-Hops Extract Combination (Ze 91019) on Sleep Duration and Daytime Cognitive and Psychological Parameters in Occasional Insomnia: A Randomized Controlled Feasibility Trial.. Brain and behavior, 2025Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.1002/brb3.70600PubMed 40462685
- Leathwood PD, Chauffard F, Heck E, Munoz-Box R. Aqueous extract of valerian root (Valeriana officinalis L.) improves sleep quality in man.. Pharmacology, biochemistry, and behavior, 1982Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.1016/0091-3057(82)90264-7PubMed 7122669
- Salter S, Brownie S. Treating primary insomnia - the efficacy of valerian and hops.. Australian family physician, 2010Systematischer ReviewPubMed 20628685
- Cornu C, Remontet L, Noel-Baron F, Nicolas A, Feugier-Favier N, Roy P, et al.. A dietary supplement to improve the quality of sleep: a randomized placebo controlled trial.. BMC complementary and alternative medicine, 2010Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.1186/1472-6882-10-29PubMed 20569455
- Franco L, Sánchez C, Bravo R, Rodríguez AB, Barriga C, Romero E, et al.. The sedative effect of non-alcoholic beer in healthy female nurses.. PloS one, 2012SonstigesDOI 10.1371/journal.pone.0037290PubMed 22815680
- Schmitz M, Jäckel M. [Comparative study for assessing quality of life of patients with exogenous sleep disorders (temporary sleep onset and sleep interruption disorders) treated with a hops-valarian preparation and a benzodiazepine drug].. Wiener medizinische Wochenschrift (1946), 1998Randomisierte kontrollierte StudiePubMed 9757514
- Schiller H, Forster A, Vonhoff C, Hegger M, Biller A, Winterhoff H. Sedating effects of Humulus lupulus L. extracts.. Phytomedicine : international journal of phytotherapy and phytopharmacology, 2006LaborstudieDOI 10.1016/j.phymed.2006.05.010PubMed 16860977
- S3-Leitlinie Insomnie bei Erwachsenen (AWMF-Register 063-003), Update 2025. 2025LeitlinieZur Quelle
- S1-Leitlinie Prävention des Plötzlichen Säuglingstods (AWMF-Register 063-002). 2022LeitlinieZur Quelle
- Kyrou I, Christou A, Panagiotakos D, Stefanaki C, Skenderi K, Katsana K, et al.. Effects of a hops (Humulus lupulus L.) dry extract supplement on self-reported depression, anxiety and stress levels in apparently healthy young adults: a randomized, placebo-controlled, double-blind, crossover pilot study.. Hormones (Athens, Greece), 2017Randomisierte kontrollierte StudieDOI 10.14310/horm.2002.1738PubMed 28742505
- Milligan SR, Kalita JC, Heyerick A, Rong H, De Cooman L, De Keukeleire D. Identification of a potent phytoestrogen in hops (Humulus lupulus L.) and beer.. The Journal of clinical endocrinology and metabolism, 1999LaborstudieDOI 10.1210/jcem.84.6.5887PubMed 10372741